Tag 93 – Ulaanbataar

Gestern bin ich nach einer 14- stündigen Busfahrt durch die unendlichen Weiten der Mongolei bei meiner mongolischen Gastgeberin Tugsjargal und ihrer Familie angekommen.

Aussicht aus dem Bus

Die Fahrt war eigentlich recht entspannt. Der Bus war fast leer und ich konnte mich entsprechend lang machen. Die Nüsse, die ich bei einer Rast als kleinen Snack gekauft und nach und nach gegessen habe, hatten es jedoch in sich, ich bekam Magenkrämpfe und Kopfschmerzen und erst nachdem ich mich einige Stunden später auf einem Rastplatz übergeben habe, wurde es dann schnell wieder besser. Lektion des Tages: Lass die Nüsse weg, besonders bei Busfahrten! 

Mein Bus, der mich von Ulaanbaatar nach Morön bringen wird

 

Kühe oder sonstige Herden auf der Straße- Alltag in der Mongolei

 

Die mongolische Landschaft ist einfach atemberaubend

 

Meine Route

 

Auch die Mongolen habe ein “Maneken Pis” 🙂

 

Chinesisches Konsulat Uaanbaatar/ Mongolei

Mein Besuch des chinesischen Konsulats letzten Freitag war leider nicht so erfolgreich, wie erhofft. Die unfreundliche Dame am Schalter des chinesischen Konsulats hat mich zunächst mit dämlichen Fragen, Stellungnahmen bombardiert. Warum war ich in Dubai und so oft in Istanbul, mit wem, wann, zu welchem Zweck, warum ich reise, warum ich als Tourist reise, warum ich so viele Stempel in meinem Reisepass habe, warum ich meinen alten Reisepass nicht dabei habe (der ist vor 2 Jahren eben abgelaufen…), ob ich unterwegs arbeite. Für den Reisepass musste ich übrigens gleich vor Ort eine Stellungnahme schreiben, sämtliche Destinationen angeben, wann, wo und wie lange ich zwischen 2014 und heute war und mich neu in der Schlange an ihrem Schalter anstellen, was mich eine gute halbe Stunden gekostet hat!

Als sie mir dann aufgetragen hat, ihr bis kommenden Montag drei Blätter mit einer Stellungnahme zu bringen, wann genau ich 2015, 2016 und 2107 in Istanbul war, warum und mit wem und von jedem Jahr jeweils 5 Fotos mit meiner Freundin auszudrucken, war das Fass voll! Mein Argument, ich könne ihr doch x- beliebige Fotos ausdrucken, sie wisse doch sowieso nicht, wann, wo und mit wem sie gemacht worden sind, hat sie recht wenig interessiert. “Come back Monday!”

Das würde also bedeuten, ich warte 3 Tage, bereite alles vor, stehe wieder morgens um 6 an, warte 4 Stunden und dann findet die doch garantiert wieder etwas, wofür ich eine Stellungnahme schreiben und 2 Tage später wieder kommen soll?!

 

Die Schlange der Mongolen. Im Vordergrund ein netter italienischer Herr, der spät kam und versuchte, sich vorzudrängeln. Mit “vereinten Kräften” wurde er dann nach hinten befördert- alles ohne Anwendung von Gewalt natürlich!


Nein danke!
Das war also die berühmt-berüchtigte Willkür der Chinesen, und somit habe ich mich kurzerhand entschlossen, China eben nicht mit meiner Anwesenheit zu beehren. Selbst schuld! 

 

Am gleichen Tag habe ich also für den gestrigen Montag meine Fahrt nach Morön gebucht und werde später entscheiden, wohin mich meine weitere Reise führt.

Ich hätte dieses Visum wie viele andere bestimmt auch bekommen. Aber wie erwähnt wurde es mir wirklich zu blöd und ich hatte echt keine Lust mehr, dieses ganze Prozedere noch mal zu durchlaufen. Lasst euch also nicht davon abhalten, das Visum zu beantragen. Stellt euch einfach auf doofe Fragen und Stellungnahmen ein, wenn ihr euren alten Pass nicht dabei und viele Stempel in Eurem Neuen habt. Wie genau das abläuft und worauf zu achten ist, habe ich hier zusammengestellt.


 

5 thoughts on “Tag 93 – Ulaanbataar

  • September 9, 2017 um 22:31
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    Ach Moron, wie schön, Wo geht es denn dann hin? Nach Hugsgol? Ich bin ganz gespannt.

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    • September 10, 2017 um 10:48
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      Richtig 🙂
      Nächstes Wochenende geht es für 3 Tage nach Huvsgol. Dort soll es sehr schön sein. Bin auch echt gespannt, wie es dort ist. Morön ist ja nicht wirklich der Brenner…. ;)))

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      • September 18, 2017 um 20:42
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        Nee, ist es nicht. Hovsgol aber schon, wenn man gut wohnt. Ulan Uul ist auf jeden Fall auch toll, im Nachbartal gelegen, aber noch einsamer, dafür aber mit sehr spannenden Menschen. Wo genau wohnst du denn? Das klingt nach nicht so berauschend, die Bleibe in Hovsgol. Aber dafür ist das Reiten spannend, freu mich schon auf die Eindrücke.

      • September 19, 2017 um 00:29
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        Der Beginn des Tripps war “etwas holprig”. Ich wurde irgendwo am Südzipfel des Sees abgeladen, keine Ahnung, wo :)))
        Dafür war das Reiten, die Eindrücke und die Nomaden- Familie richtig klasse, ja. Ich habe einige Fotos in meinem Facebook- Profil gepostet (Nomadic Vic), schreiben werde ich im Blog etwas später. Dazu ist mir die Internetverbindung hier zu langsam

      • September 20, 2017 um 12:34
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        Hab ich schon lange gesehen und glaub ich auch geliked 🙂

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